Prävention 1/2026

Gesunde Arbeit, starke Bindung: Was Unternehmen attraktiv macht

Fachkräfte gewinnen und Mitarbeitende langfristig binden – für viele Unternehmen ist das eine der zentralen Herausforderungen. Welche Rolle dabei Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz spielen, zeigt der neue iga.Report 49 „Gesunde, sichere Arbeit – ein Schlüssel für die Arbeitgeberattraktivität?“ der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga). Für den Report wurden bundesweit 1.847 Beschäftigte befragt.

Gesundheit und Sicherheit zählen

Attraktive Arbeitgebende entstehen nicht zufällig. Beschäftigte bewerten Unternehmen anhand einer Reihe von Kriterien – den sogenannten Attraktivitätsfaktoren. Dazu zählen verlässliche Rahmenbedingungen wie Einkommen, Zusatzleistungen, Arbeitszeiten und Entwicklungschancen. Genauso wichtig sind Teamkultur, Führungsstil, Respekt und Werte wie Nachhaltigkeit oder gesellschaftliche Verantwortung.

Der Report zeigt: Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz erhöhen ebenfalls die Arbeitgeberattraktivität. Wer die Gesundheit der Beschäftigten ernst nimmt, stärkt Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit. Besonders positiv wirkt ein breites und systematisches Vorgehen.

 

Der iga-Report 49 zeigt: Wer die Gesundheit der Beschäftigten ernst nimmt, stärkt ihre Motivation, Bindung und Leistungsfähigkeit. (Bild: Adobe Stock - Robin)

Qualität schlägt Aktionismus

Lässt sich ein umfassendes Angebot zur Gesundheitsförderung kurzfristig nicht realisieren, kommt es auf die Qualität seiner Umsetzung an: Beschäftigte sollten gut informiert, aktiv einbezogen und durch Führungskräfte unterstützt werden. Dann können auch wenige Maßnahmen fast so stark wirken wie ein breites Programm.
Der Report empfiehlt außerdem, strukturelle Verbesserungen zu priorisieren, da sie die Arbeitgeberattraktivität stärker beeinflussen als verhaltensbezogene Angebote.

Gute Praxis wirkt

Die Best-Practice-Interviews mit Unternehmen unterschiedlicher Branchen zeigen: Wer Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz systematisch angeht, gewinnt langfristig.

Die Initiative empfiehlt, Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz nicht getrennt zu betrachten, sondern eng mit Themen wie Arbeitsorganisation, Teamarbeit und Führung zu verbinden. Durch frühzeitige Information, transparente Kommunikation und die aktive Beteiligung der Beschäftigten steigt die Akzeptanz der Maßnahmen. Regelmäßiges Feedback unterstützt zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung der Angebote.

Professionelle Unterstützung

Betriebliche Gesundheitsförderung und Arbeitsschutz ergänzen sich gegenseitig und schaffen gemeinsam gesunde und attraktive Arbeitsbedingungen. Externe Partner wie Krankenkassen oder Unfallversicherungsträger unterstützen bei der Strukturierung, Umsetzung und Kommunikation von Maßnahmen.

GUT ZU WISSEN

Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)


In der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) arbeiten gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung zusammen, um arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren vorzubeugen. iga ist eine Kooperation des BKK Dachverbandes, der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV), des Verbandes der Ersatzkassen e. V. (vdek) und der Innungskrankenkassen (IKK).

Mehr Informationen zur Initiative: www.iga-info.de
Lesen Sie den vollständigen Report: hier

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