Gefahrstoffe und Asbest – Aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene
Mit der Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Zypern setzt die Europäische Union 2026 neue Schwerpunkte im Arbeits- und Gesundheitsschutz. An bereits erreichte Fortschritte knüpfen weitere Vorhaben auf europäischer Ebene an.
Leitlinie zum Umgang mit Asbestrisiken
Die Europäische Kommission hat eine neue Leitlinie zum Umgang mit Gesundheits- und Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit Asbest am Arbeitsplatz vorgelegt. Sie enthält praxisnahe Hinweise zur systematischen Erkennung, Bewertung und Minimierung von Asbestrisiken. Zentrale Elemente sind neben Handlungsempfehlungen auch Fallstudien aus den Mitgliedstaaten. Die Leitlinie soll die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der überarbeiteten Asbest-Richtlinie unterstützen.
Gefahrstoffe und neue Risiken im Fokus der EU-Politik
Auch auf politischer Ebene rückt der Arbeitsschutz weiter in den Fokus. Die zyprische Ratspräsidentschaft will 2026 unter anderem die sechste Novelle der Richtlinie 2004/37/EG zu karzinogenen, mutagenen und reproduktionstoxischen Stoffen voranbringen. Außerdem beabsichtigt Zypern, die Arbeiten an einer Überarbeitung der REACH-Verordnung aufzunehmen. Dafür will die Kommission einen entsprechenden Überarbeitungsvorschlag zum Sommer vorlegen. Erwartet wird eine umfassende Modernisierung von REACH, die Umwelt- und Gesundheitsschutz, den Schutz der Beschäftigten sowie Wettbewerbsfähigkeit und Innovationsfähigkeit gleichermaßen berücksichtigt.
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