EU-Vorschlag für Europäischen Gedenktag zu Arbeitssicherheit
Ein hoher Arbeitsschutzstandard ist eine Errungenschaft Deutschlands und Europas. Doch ein Selbstläufer ist er nicht. Trotz großer Fortschritte ereignen sich nach wie vor schwere und tödliche Unfälle am Arbeitsplatz oder auf dem Weg dorthin, die menschliches Leid nach sich ziehen. Jeder einzelne Unfall ist einer zu viel.
Deswegen begrüße ich den Vorschlag des Ausschusses für Beschäftigung und soziale Angelegenheiten (EMPL) des Europäischen Parlaments, einen Europäischen Gedenktag für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit einzuführen. Ich halte dies für ein richtiges Signal. Ein solcher Gedenktag weist darauf hin, dass sichere und gesunde Arbeit das Ergebnis kontinuierlicher Anstrengungen ist – von Politik, Sozialpartnern, Unternehmen, der gesetzlichen Unfallversicherung und ihrer Selbstverwaltung.
Er erinnert an die Menschen, die durch Arbeitsunfälle ihr Leben verloren haben oder schwer verletzt wurden. Er würde aber zugleich den Blick auf eine Vision richten: auf das gemeinsame Ziel der Vision Zero – eine Arbeitswelt ohne tödliche und schwere Unfälle. Diese Vision ist ambitioniert, aber wir können uns ihr annähern, wenn Prävention konsequent gelebt wird.
Denn die Realität zeigt: Prävention braucht tägliche Aufmerksamkeit, klare Regeln, eine starke Sicherheitskultur und den Willen, aus Fehlern zu lernen.
Ihr Dr. Stephan Fasshauer
Hauptgeschäftsführer der DGUV
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