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Trotz technischer, organisatorischer und persönlicher Schutzmaßnahmen lassen sich Störlichtbögen bei Arbeiten unter Spannung (AuS) oder in der Nähe von unter Spannung stehenden Teilen nie vollständig ausschließen. Da Störlichtbögen schwere Verbrennungen bis hin zum Tod verursachen können, ist das Tragen geeigneter persönlicher Schutzausrüstung gegen Störlichtbögen (PSAgS) bei allen AuS-Tätigkeiten unverzichtbar.
Bei der Auswahl der passenden PSAgS müssen die elektrischen Netzparameter sowie die geometrischen Bedingungen an der potenziellen Fehlerstelle berücksichtigt werden. Die DGUV Information 203-077 beschreibt ein entsprechendes Verfahren, das auf dem standardisierten Boxtest nach IEC 61482-1-2 basiert.
Untersuchungen in Niederspannungs-Gleichstromsystemen zeigen jedoch, dass bei Kurzschlussströmen über 7 kA und Elektrodenabständen unter 30 mm deutlich höhere thermische Belastungen auftreten können als im Boxtest abgebildet.
Das Forschungsvorhaben soll klären, wie prospektiver Kurzschlussstrom und Elektrodenabstand die thermischen Auswirkungen von AC-Störlichtbögen beeinflussen und wie daraus eine präzisere Auswahl geeigneter PSAgS abgeleitet werden kann..
Elektrotechnik
Gefährdungsart(en):Elektrische Gefährdungen
Schlagworte:Persönliche Schutzausrüstung, Gefährdungsbeurteilung
Weitere Schlagworte zum Projekt:Kurzschlussstrom, Leiterabstand, AC-Störlichtbögen, PSAgS